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Rücken
Dieses Achsenorgan ist aufgrund seines Bauplanes in der Lage, einerseits den Körper aufrecht zu halten und andererseits biegsam zu sein und so viele Bewegungen des Rumpfes zu ermöglichen. Weiterhin schützt es das in einem zentralen Kanal verlaufende empfindliche Rückenmark vor Verletzungen. Im Bereich der Wirbelsäule kann es zu Verrenkungen oder Blockierungen der kleinen Wirbelgelenke kommen. Treten diese akut auf, sollten sie rasch durch entsprechende chirotherapeutische Handgriffe wieder eingerenkt werden. Bewegungsmangel und Fehlhaltung können zu schmerzhaften Verspannungen der paravertebralen Muskulatur führen. Insbesondere in höherem Lebensalter kommt es aber häufig auch zu degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule. Dabei sind besonders die Bandscheiben und die kleinen Wirbelgelenke sowie die Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper betroffen. Diese Veränderungen führen meist zu chronischen Rückenschmerzen, die mit Bewegungseinschränkung einhergehen (Wirbelsäulensyndrom).

Die elastische Verbindung der Wirbelkörper untereinander wird durch die Bandscheiben gebildet. Diese bestehen aus einem wasserreichen gallertigen Kern, der von einem festen Faserring umgeben ist. Sie wirken als Puffer und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Kommt es zum Einriss des Faserrings kann der Bandscheibenkern austreten und auf eine Nervenwurzel oder das Rückenmark drücken. So ein Bandscheibenvorfall ist nicht selten. Er ist etwa bei 60% der über 45-jährigen nachweisbar und verursacht nur bei einem Teil der Betroffenen Symptome. Bei entsprechender Größe kommt es zunächst zu Schmerzen und Bewegungseinschränkung, die durch konservative Maßnahmen behandelt werden können. Eine medikamentöse Therapie in Form von Tabletten oder Spritzen sowie eine intensive krankengymnastische Übungsbehandlung werden in unserer Praxis zur Behandlung eingesetzt.

Eine gut auftrainierte Rückenmuskulatur entlastet dabei Bandscheiben und Zwischenwirbelgelenke und ist Vorraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Wirbelsäule. Um eine solche aufzubauen, bedarf es einer intensiven krankengymnastischen Übungsbehandlung, ggfs. in Form einer erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP) oder ambulanten orthopädisch-traumatologischen Rehabilitation (AOTR). Bei Bandscheibenvorfällen, die mit Muskellähmungen und Taubheitsgefühlen an Armen oder Beinen einhergehen, sollte eine Bandscheibenoperation (Nukleotomie) durchgeführt werden. Entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankungen werden medikamentös und insbesondere durch intraartikuläre Injektionen behandelt. In schweren Fällen können auch operative Maßnahmen erforderlich werden.

In den meisten Fällen stehen aber eher degenerative, also über Jahre entstandene Verschleißschäden der Bandscheiben, der Wirbelkörper und der Zwischenwirbelgelenke im Vordergrund. Gerade bei diesen chronischen Kreuzschmerzen ist die in unserer Praxis durchgeführte MBST-Behandlung in vielen Fällen geeignet, eine Linderung der Beschwerden herbeizuführen. Weiterhin steht sowohl bei akuten als auch bei chronischen Rückenbeschwerden die Akupunktur mit sehr guten Ergebnissen zur Behandlung zur Verfügung.

Falls Sie weitere Fragen zu einzelnen Therapieverfahren haben, sprechen Sie uns gerne an.